Der Knorpel

... oder - "das Profil unserer Gelenke."

Was ist eigentlich Knorpel?

Um eine kurze und einfache Beschreibung von Knorpel zu geben, kann der Einfachheit halber der manchmal doch passende Vergleich mit einem Auto bzw vielmehr mit einem Autoreifen hinzugezogen werden.

Knorpel ist eine dünne Schicht in den Gelenken unseres Körpers mit eher weichem Charakter ähnlich einem weichen aber glatten Gummi. Würde jetzt der Vergleich mit dem Autoreifen erfolgen, so würde man hier den Knorpel mit dem Profil eines Reifens gleichsetzen. Der Knorpel ermöglicht nun den beiden Gelenkparntern (nehmen wir das Kniegelenk dann wären das Oberschenkel und Schienbeinknochen) die Bewegung gegeneinander. Der unter dem Knorpel befindliche Knochen hat eher eine rauhe Oberfläche und ist somit weniger gut für die Bewegung geeignet.

 

Im Laufe des Lebens kommt es zu einem langsamen Verschleiß, was soviel heißt wie Abnutzung, des Knorpels. Hier kann wieder der Vergleich des Autoreifens zur einfacheren Vorstellung herangezogen werden. Das Profil des Reifens nutzt schließlich auch mit den Jahren immer mehr ab.

 

Warum kommt es aber zu einem vorzeitigen Knorpelverschleiß?

Durch verschiedene Faktoren, welche bei jedem unterschiedlich sein können, kann es nun im Laufe der Zeit zu einer vorzeitigen oder auch einseitigen verfrüheten Abnutzung des Knorpels kommen. Dazu zählen unter anderem das X- und O-Bein, vermehrte Belastungen, Unfälle, Instabilitäten der Gelenke, genetische Faktoren, Ernährung/Übergewicht und viele mehr.

Auch hier reicht die Erklärung anhand des Autoreifens: Habe ich eine Unwucht im Reifen oder belade ich mein Auto immer besonders schwer kommt es auch zu einem vermehrten und vorzeitigen Abrieb des Profils.

 

Aus diesem Grund sind frühe Therapien auch der auslösenden Ursachen so besonders wichtig. Die Prävention, also die Vermeidung der Entstehung, des Knorpelschadens hat oberste Priorität. 

Wir haben deshalb die Spezialsprechstunde: "Knorpel - "Profil unserer Gelenke" ins Leben gerufen. Melden sie sich gerne an und machen einen Termin.

 

Hyaluronsäure

Schutz unserer Gelenke

Als Ergänzung oder Ersatz zu operativen Knorpelersatztherapien wie der Mikrofrakturierung oder der Knorpel-Knochen-Transplantation findet die Hyaluronsäuretherapie Anwendung. Durch Einspritzungen in das verschlissene Gelenk wird die Gleitfähigkeit verbessert und Entzündungen/Reizungen des Gelenks verbessert.

Die Hyaluronsäure verbessert dabei die Gleitfähigkeit des Gelenkes und vermindert somit die Reibung. Die Folge ist eine Hemmung der entzündlichen Gelenkvorgänge und somit eine Abnahme der Schmerzen. Gleichzeitig schützt die Hyaluronsäure das verschlissene Gelenk vor einem fortschreiten des Knorpelschadens. Statistisch ist die beste Wirksamkeit der Hyaluronsäure bei einem 2-3° Knorpelschaden. 

Aus der praktischen Erfahrung können wir diesen Wirkungsgrad bestätigen. Doch selbst bei einem totalen 4° Knorpelschaden sind in den meisten Fällen, positive Auswirkungen zu erkennen.

Plasmatherapie

Wie unser Körper uns selbst heilt

Seit einigen Jahren ist in der orthpädischen Medizin die sogenannte Plasmatherapie ( oder auch ACP- oder PRP-Therapie genannt) ein etabliertes und mehr und mehr anerkanntes Verfahren. 

Bei diesem aufwendigen Verfahren wird nach einer kleinen Blutentnahme beim Patienten das Blut aufbereitet. Dabei werden die für die Geweberegeneration, sowie eine Reihe von anti-entzündlichen Enzyme wie auch Stammzellen herausgefiltert und anschließend direkt in das betroffene Gelenk zurückgespritzt. Dadurch kommt es zur maximalen Wirkung am Ort der Geschehens, also dem betroffenen und verschlissenen Gelenk.

Gerne wird dieses Verfahren mit der gleichzeitigen Gabe von Hyaluronsäure kombiniert. Die Doppelwirkung ist beeindruckend.

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