Operative Versorgung von Nabelbrüchen

1. Nahtverfahren (Auswahl)

Nabelbruchoperation nach Spitzy

Die Nabelbruchoperation nach Spitzy gehört ebenfalls zu den Nahtverfahren. Dazu wird der Bruchsack abgetragen und die verbleibende Lücke mit einer nicht auflösenden Naht verschlossen.  Diese Operation wird bei kleinen Nabelbrüchen durchgeführt. Hier kommt kein Kunststoffnetz zur Anwendung.

2. Operationsverfahren mit Kunststoffnetzimplantation (Auswahl)

PUMP

PUMP ist die Abkürzung für Praeperitoneale Umbilikale Mesh Plastik. Dieses Verfahren wird bei der Versorgung von Nabelhernien eingesetzt, die nicht mehr aufgrund ihrer Größe ausreichend mit einemNahtverfahren versorgt werden können. Hierbei wird ein Kunststoffnetz im Sinne einer Sublay-Technik vor das Bauchfell eingebracht

Offenes IPOM

Die Intra Peritoneale Onlay Mesh-Technik (IPOM) kommt hauptsächlich bei Narbenbrüchen und Nabelbrüchen zur Anwendung. Hier wird ein spezialbeschichtete Netz in die Bauchhöhle eingebracht. Die Netzbeschichtung verhindert ein Anwachsen des Darmes ans Netz. Wir führen diesen Eingriff in offener Technik durch.

Wie ist die Nachbehandlung?

Noch am Tag der Operation dürfen Sie aufstehen und je nach Befinden umherlaufen. Bei Unsicherheit bitten Sie das medizinische Fachpersonal um Hilfe.

Tragen Sie in den ersten acht Tagen eine eng anliegende Unterhose (Slip) zur Vorbeugung von Schwellungszuständen.

48 Stunden nach der Operation können Sie wieder ein kurzes Duschbad nehmen. Nach dem Duschen tupfen Sie die Wunde mit einem sauberen Handtuch ab. Anschließend versorgen Sie die Wunde mit einem frischen Pflaster. Sichtbares Nahtmaterial kann nach einer Woche entfernt werden.

Für zwei Wochen sollte auf schwere körperliche Arbeit sowie das Heben von mehr als 10 kg verzichtet werden. Je nach Tätigkeit ist die Arbeitsfähigkeit nach zwei bis drei Wochen gegeben. Aufgrund schmerzbedingter Reaktionsverzögerungen empfehlen wir das selbständige Steuern eines Kfz erst ab dem zehnten Tag nach der Operation, sofern keine Schmerzen im Operationsgebiet bestehen.

In Abhängigkeit von der hierbei auftretenden Belastung geben wir folgende Empfehlung:

  • Ab der 2.-3. Woche nach der Operaton: leichte Sportarten (z.B. Wandern, Schwimmen)
  • Ab der 3. Woche nach der Operation: mittelschwere Sportarten (z.B. Radfahren, Joggen)
  • Ab der 5. Woche nach der Operation: alle Ballspiele (Fußball, Tennis, Golf, Leistungssport)

Die Thromboseprophylaxe sollte etwa 10 Tage weitergeführt werden.

Diese Webseite verwendet Cookies. So können wir Ihnen das bestmögliche Nutzererlebnis bieten. Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung.